Dein Hund erbricht einmal Gras und ist danach wieder fit? Meistens kein Drama. Erbricht er mehrmals, sabbert plötzlich oder frisst nicht mehr, sieht es anders aus. Hier erfährst du, was Erbrechen von Regurgitieren unterscheidet, was dahinterstecken kann und wann du sofort fährst.
Lieber schauen statt lesen?Das ganze Video auf YouTube ansehen, 2:58 MinutenZuerst klärenErbrechen, Speicheln, Regurgitieren
Beim Erbrechen sieht man ein aktives Würgen. Der Mageninhalt kommt hoch, oft zusammen mit Speichelfluss.
Davon zu unterscheiden ist das Regurgitieren. Das ist passiv. Das Futter kommt kurz nach dem Fressen ohne Würgen einfach wieder hoch, wenn sich der Hund nach vorne beugt.
Im Video sieht man meine Hündin Nora, ein paar Tage bevor ich sie einschläfern liess, weil nichts mehr ging. Nora hatte Nierenversagen. Ich hatte ihr Futter hingestellt, und man sieht, wie sie sabbert. Sie hatte vorher nie gesabbert. Es war das erste Mal, dass sie so gesabbert und nicht gefressen hat.
Der Tierarzt meinte da noch, es gehe ihr grundsätzlich gut. Es ging ihr aber nicht gut. Ich finde, sie hat beeindruckend wenig Schmerzblick gezeigt dafür, dass es ihr richtig schlecht ging. Man sieht es zwar am Blick, aber nicht so extrem, wie man es sonst sieht.
Man sieht dem Hund am Blick an, wenn es ihm schlecht geht.
Woher es kommtWas Erbrechen auslöst

- Etwas Falsches gefressen, Gras oder ein leerer Magen: Beim leeren Magen kommt oft gelbe Galle hoch. Passiert das einmal, ist es harmlos. Alle paar Tage mal ist auch noch harmlos.
- Die Niere filtert nicht mehr: Dann sind Giftstoffe im Blut. Das nennt man urämisches Erbrechen. Der Hund versucht so, das Gift loszuwerden.
- Weitere Auslöser: Entzündungen, Vergiftungen, Stress, Medikamente.
Ich bin der Meinung: Erbricht ein Hund mehrmals, sollte man immer die Nieren im Auge behalten. Und erbricht er regelmässig über mehrere Tage, würde ich abklären lassen, ob mit dem Magen etwas nicht stimmt. Ein Hund, der sich regelmässig erbricht, gehört abgeklärt.
Rot, Gelb, GrünNotfall oder nicht?

Erbricht dein Hund in 24 Stunden einmal, hat kein weiteres Anzeichen und erbricht danach nicht mehr, dann beobachtest du einfach. Dafür musst du nicht gleich auf den Notfall fahren. Kommt dagegen mehr zusammen, gehört dein Hund auf jeden Fall abgeklärt.
Erbrechen plus eines davon
- mehr als drei bis vier Mal in 24 Stunden
- Blut im Erbrochenen
- Apathie
- dein Hund trinkt oder frisst nicht mehr
Und erbricht er regelmässig über mehrere Tage, lass es abklären. Wie du Durchfall einordnest, liest du im eigenen Artikel.
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Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei akuten Beschwerden wende dich an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
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