Ich dachte lange, Tierheilpraktik sei geschwurbelt und esoterisch. Jemand rennt mit einem Räucherstäbchen um dein Tier herum und sagt: «So, jetzt bist du wieder geheilt.» Heute bin ich selbst Tierheilpraktikerin. Wie es dazu kam, hat viel mit zwei Hunden zu tun, die ich verloren habe.
Lieber schauen statt lesen?Das ganze Video auf YouTube ansehenWie alles anfingSally: vier Stunden, und alles war vorbei
Ich hatte schon immer Tiere. Eine davon war meine Hündin Sally, ein Aussie-Mix. Sie ist mit zehn Jahren an einem Milztumor gestorben.
Sechs Monate vorher hatte ich sie altersbedingt durchchecken lassen. Da war noch nichts. Und dann ist sie mir innerhalb von vier Stunden umgekippt. Ich bin mit ihr zum Tierarzt gefahren und musste sie erlösen, weil sie innerlich praktisch schon verblutet war.
Der WendepunktNora: anderthalb Jahre ohne Antwort
Der zweite Fall war der Hauptgrund, warum ich mit der Ausbildung angefangen habe. Das war Nora.
Nora hatte anderthalb Jahre lang eine Niereninsuffizienz. Ich habe sie in jede Klinik geschleppt, zu jedem Tierarzt. Ich habe alles ausprobiert, was ich damals an alternativen Mitteln kannte oder nachts gegoogelt habe. Sie hat sich bis zu acht Mal am Tag erbrochen, auch nachts. Oft konnte ich nur noch putzen.
In der letzten Klinik war sie vier Tage. Dort hat man entdeckt, dass sie zusätzlich eine Nebenniereninsuffizienz hatte. Es hiess, man kriege das in den Griff und sie lebe dann vielleicht noch ein halbes Jahr. Also habe ich sie dort gelassen. Als ich sie heimholte, ist sie komplett zusammengeklappt. Die Niere war kollabiert, und ich musste sie einschläfern lassen. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, dass ich sie nicht früher heimgeholt habe.
Dazu kam unsere Stute mit vielen, massiven Sarkoiden. Was ich damals nicht wusste: Bei all diesen Fällen hätte es auch in der Alternativmedizin Möglichkeiten gegeben. Wenn man früh dran ist, kann man ziemlich vieles eindämmen. Man darf nur nicht warten, bis es komplett kippt.
Vom Vorurteil zur FaszinationWas mich umgestimmt hat
Ich habe also die Ausbildung in Tierphysiotherapie begonnen. Und ganz ehrlich: Die Tierheilpraktik hielt ich damals noch für Humbug.
In der Ausbildung habe ich dann Tierheilpraktikerinnen und Tierheilpraktiker kennengelernt, und die Tierheilpraktik wurde an der Schule auch unterrichtet. Das war für mich der Wendepunkt. Mykotherapie, Homöopathie, Phytotherapie, traditionelle chinesische Medizin, traditionelle indische Medizin. Was die Welt alles an Kräutern und Pilzen zu bieten hat, ist absolut faszinierend.
Ich habe darum nach der Tierphysiotherapie auch die Ausbildung in Tierheilpraktik gemacht und beide abgeschlossen. Die Physiotherapie kommt nur meinen eigenen Tieren zugute. Die Tierheilpraktik biete ich an.
Darum mache ich dasMeine Mission für dich
Ich möchte, dass du verstehst, wie die Organe deines Tiers funktionieren und welche Aufgaben sie haben. Ich möchte, dass du lernst, Blutwerte zu lesen. Und dass du selbst einschätzen kannst, wo du etwas tun kannst und wo du nachfragen musst.
- Organe verstehen: was sie tun und warum sie wichtig sind.
- Blutwerte lesen: nicht nur «alles im Normbereich», sondern genauer hinschauen.
- Selbst einschätzen: wann du selbst etwas tun kannst und wann du Hilfe brauchst.
Ich erkläre das mit Metaphern, damit es einfach verständlich wird, und zeige zum Teil echte Blutbilder.
Mein Ziel ist, die Lebensqualität so lange zu erhalten, wie man kann.
Nicht, dass ein Tier wie Nora anderthalb Jahre lang praktisch im Sterben liegt und man nichts tun kann. Da hätte man viel früher etwas tun können. Wenn ich es damals gewusst hätte, hätte sie wahrscheinlich viel länger gelebt.
Genau dafür gibt es diesen Kanal und diesen Blog. Ich freue mich, wenn du mit dabei bist.
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Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Bei akuten Beschwerden wende dich an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
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